Nov 08

Nosotros amigos

Die vergangene Woche in Costa Rica war bis jetzt eine der herausfordernsten, nervenaufreibensten, langweiligsten und schwierigsten auf unserer Reise…

LA FORTUNA
Hier ist ja angeblich der besagte aktive Vulkan. Ja, als wir am naechsten Tag voller Enthusiasmus einen Hike auf den tollen Berg machen wollten, waren wir bis ins Dorf runter vom Nebel eingehuellt. Vom Vulkan also keine Spur. Leider blieb dieser Zustand fuer den Rest des Tages unveraendert. So entschlossen wir uns fuer die „Baldi-Baeder“. Da gabs mehr als 10 Thermalbaeder von 20-67 Grad Celsius, welche vom Vulkan beheizt werden. Wobei es bei 67 Grad Celsius unmoeglich war auch nur die Zehenspitze ins Wasser zu halten. Es war eine super schoene Anlage. Natuerlich war dies eines der vielen Kombi-Touri-Angebote, welches ein Buffet-Dinner beinhaltete. Das Salzburger-Paaerchen war auch wieder mit von Partie und wir genossen gemeinsam das Dinner. Zurueck im Hostel gesellten sich dann noch zwei weitere Paaerchen bestehend aus Deutschland/Holland/Tschechien zu einer runde Vino rojo. Was sehr gemuetlich und lustig war. Aufgrund des schlechten Wetter entschieden Maeni und ich uns am naechsten Tag weiterzureisen.

TAMARINDO
Wir hofften am Meer auf besseres Wetter. Wir konnten gerade mal einen halben Tag am Beach uns sonnen. Aber dann fings an. Das Wetter schlug um. Es begann in Stroemen – wie Bindfaden – zu regnen und stuermen. Das Meer verwandelte sich in eine Schokoladenbruehe. Wir deckten uns in einer Buecherei mit Buechern ein und versuchten unser kleines Casita, wo wir wohnten, zu geniessen. Das Wetter blieb unveraendert und wir versuchten unser Glueck, indem wir weiterreisten.

MANUEL ANTONIO
Die Weiterreise nach Manuel Antonio versprach nichts gutes. Schon auf der Hinreise waren viele Strassen ueberschwemmt. Wir mussten 3x das Gefaehrt wechseln um ueberhaupt nach Manuel Antonio zu kommen. Wir buchten in Manuel Antonio mitten im Dschungel (am Hang) und doch unweit vom Beach eine preiswerte Unterkunft. Leider war sie zu preiswert, denn diese hatte keine Fensterscheiben (GottseiDank aber mit Mosquitonetzchen versehen). Die erste Nacht regnete es uns ins Haeusschen und da das Haeusschen aus einem Blechdach bestand, war es vom Regen extrem laut und Maeni und ich konnten uns nur mit Schreien unterhalten. Am naechsten Tag konnten wir dann zum Glueck die Unterkunft wechseln. Leider auch ohne Fensterscheiben, aber noch mehr am Hang. Allerdings stinkte es dort wie verrueckt (und der halbe Regenwald lebte in naechster Naehe mit uns), weil es so feucht war und teils wohl graute. Dies waere ja weiters nicht schlimm, nicht aber wenn wir 24x 4 Tage dort verbringen wollten. Es regnete wirklich ohne Witz ununterbrochen ohne Pause. Und dies, wie wir dann erfuhren, in GANZ Costa Rica. In der Karibik wuetete ja der Sturm Tomas, was Costa Rica mit einer fetten dicken unaufhaltsamen Regen-Sturm-Wolke einhuellte.

Der Lesestoff ging uns aus und wir waren wie gefangen und spatzierten manchmal trotz Regen (irgendwas mussten wir ja machen). Unser Zimmer glich einem Kleiderstaender, da alles total Nass war und natuerlich unmoeglich trocknete. Das Dorf Manuel Antonio bestand aus paar wenigen Haeusschen und Hotels, war aber total verlassen! Wir waren sehr genervt, denn wir konnten nichts von all dem Schoenen, was man haette besichtigen koennen, besichtigen. Nichts. Zudem begann die Grosse Sorge ueberhaupt hier wieder wegzukommen. Die Strasse von Manuel Antonio nach Quepos, wovon wir dann wieder zurueck nach San Jose zum Flughafen kommen wuerden, war eingebrochen/weggeschwemmt (see pics). Wir nahmen dann mit unserer Travel-Agency, worueber wir alle Busfahrten buchten, Kontakt auf. Was aeusserst schwierig und nervenaufreibend war, da wir ehr schlechte Internetverbindung hatten. Die Warterei schlug auf die Nerven. Denn wir wollten einfach nur noch weg und vor allem, dass wir ueberhaupt wieder zurueck nach San Jose kommen wuerden um den Flug nach New Orleans ja nicht verschieben zu muessen. Es gab gruenes Licht und wir konnten unsere Rueckreise nach San Jose sogar um einen Tag vorverschieben. Allerdings wars sehr muehsam. Ein Taxi holte uns ab, brachte uns bis zur eingebrochenen Schlucht (Strasse), wo wir dann zu Fuss weiter mussten. Danach wieder ein Taxi und dann wieder warten und dann endlich mit dem Bus ab nach San Jose. Phuuu geschafft!

SAN JOSE
In San Jose wurden wir in einem so ueblen Hostel abgeladen, dass wir das naechste Taxi „nehmen wollten“/nahmen um zu einem anderen Hostel zu fahren. In San Jose ist es ja nicht ganz ungefaehrlich beladen mit Rucksack und Gepaeck durch die Strassen zu gehen. Wir waren froh sogleich ein Taxi zu erwischen. Der Taxifahrer und das Taxi selbst waren so ziemlich in die Jahre gekommen. Als wir einstiegen, sprang das Taxi nicht an und er rugelte im 2. Gang den Hang neben vorbeirauschenden Bussen und heischendem Verkehr die Strasse runter. Na super. Er sprach nur spanisch und sagte dann. La bateria, la bateria. Aha ja isch de guet, dachten wir nur. Ja, ja und irgendwann sprang das Ding dann an. Dann tat er so als wuesste er, wo das angegebene Hostel war, doch er hatte keine Ahnung und sagte uns dann, ja es sei eben eingegangen und gaebe es nicht mehr. Wir suchten dann im Reisefueher nach Hostels, bis ihm eine Adresse bekannt vor kam. Es wurde immer teurer. Fanden dann aber tatsaechlich das Hostel. Wir waren einfach nur noch muede und entnervt und als uns dann der Hostelboy sagte, tja er haette nur noch ein Dorm (Schlafraum) zur Verfuegung, schien uns selbst das mehr als recht. Aber STOPP bis wir im Dorm standen. 20 Bettgestelle (wie im Militaer meinte der Maeni) mit mehr oder weniger betrunkenen/betagten Backpackers. Wir kehrten gleich wieder um. Wir mussten ja immerhin 2 Naechte dort verbringen. Wir fanden dann eine Strasse weiter ein anderes Loch. Wenigstens mit eigenem Bad und nur wir zwei im Zimmer. Allerdings war dort wohl der Abfluss kaputt und es roch wie auf der Klaeranlage. Wir haben beinahe kein Auge zugetan. Noch am selben Abend entschieden wir uns sicher nicht auch noch die 2. Nacht hier zu verbringen. Wir fanden dann per Internet eine angemessenere Unterkunft und nun ists ja eigentlich nur noch eine halbe Nacht, denn Morgen um 5.00a.m. werden wir vom Taxi abgeholt und ab gehts zum Flughafen nach New Orleans. JUDDDIDIIIIHHHUUUIIII!!!!!!! Und die neue Unterkunft hier ist sogar zum Schlafen geeignet.

Ihr wisst gar nicht wie erleichtert wir sind. Denn San Jose, scheint uns die Stadt Sodom und Gomorra zu sein. Alles ist eingegittert und total haesslich. Es hat kein einziges schoenes Gebaeude und man sollte nach dem Eindunkeln nicht mehr auf der Strasse rumlaufen, weils so gefaehrlich ist.

Ja, liebe Leute. Reisen macht extrem dankbar! Wir freuen uns auf unser Bett, unser Bad, warmes Wasser und die liebe sichere Schweiz. Wobei wir sagen muessen, dass wir glauben wir wirklich nicht mehr als heikel bezeichnet werden koennen 🙂

COSTA RICA haben wir wohl zum letzten Mal besucht. Es bietet zwar eine sehr schoene Flora und Fauna und die Straende muessen angeblich wahnsinnig sein, was unser Reisefuehrer schreibt, aber uns fehlte das Charmante, schoene Staedtchen, liebe Leute, die nicht nur aufs Geld aus sind. Wir stoerten uns sehr daran staendig als Geldesel/Touri dazustehen und alles immer zu kontrollieren und zu erkaempfen. Aber wir habens sicherlich auch etwas sch… vom Wetter her getroffen. Shit happens 🙂 und umso groesser ist die Freude zurueck in die Staaten zu reisen!

Dann machen wir wieder richtig viele Fotos 🙂 CON MUCHO GUSTO!

Ihr Lieben, geniesst die Vorweihnachtszeit, die Manderindli und Nuessli. Obwohl wir hier auch schon den einen oder anderen Kitsch-Baum gesehen haben 🙂

pics…

1000end Gruesse
Manuel y Debora

published by lele


2 Comments to “The sixth week”

  1. 1. Rahi:

    merci für öiie bricht! isch immer u spannend u i lises meeeeeeeeeeeeeega gärn!
    küssli

  2. 2. manu:

    eh oui, da cha ni mi nur aaschliesse, es fägt vo nech z läse. i hoffe, dir heiget nech chli erhout vo de strapaze in costa rica?! big hug

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